Freitag, 24. Juli 2020

Videotherapien müssen weitergehen

Überraschung- ich lebe immer noch und zwar gut!
Ich habe bis jetzt kein Corona.
Ich gehöre ja 100 prozentig zur Risikogruppe, weil meine Atemorgane gelähmt waren und dadurch extrem Schaden genommen haben.
Als Corona im Frühjahr ausbrach, musste ich mich von allen Personen in meinem Umkreis abschotten, ausgenommen der Familie. Das hieß, alle Therapien wurden abgesagt, der Pflegedienst kam nicht mehr und mein Hobby, das Rudern, fiel plötzlich flach. Außer der engsten Familie war niemand mehr da. Das ist nun 5 Monate her. Ich bin sozusagen eingesperrt.

Einzig die Logopädie konnte weiter regelmäßig stattfinden- aber nur wegen der neuen Möglichkeit der Videotherapie.


Und ich muss sagen, es tut mir sehr gut, weil ich mich beim Sprechen noch mehr anstrengen muss, um verstanden zu werden.

Zuerst mussten wir die technischen Möglichkeiten checken. Leider funktionierten weder Laptop noch Tablet. Aber das Handy klappte gut. Ich schließe an mein Handy zur Sicherheit Kopfhörer an und spreche über das Head-Set.
Die Therapien laufen sonst ganz normal ab. Wir sprechen miteinander und sehen uns. Die Therapeutin schickt Arbeitsmaterial per Mail, das wir dann beide abarbeiten können und zeigt Karten als Redeimpulse in den Bildschirm. Sie korrigiert mich, so als säßen wir uns real gegenüber. Aber persönlich ist es eben noch immer nicht möglich, da Sprachtherapie mit Mundschutz sinnfrei ist.

Und wäre Videotherapie nicht möglich, wäre es für mich ein sprachlicher Rückfall.

Deshalb ist es für mich unverständlich, dass die Videotherapie ab dem 31.06.2020 eingestampft werden soll und durch die Krankenkassen verboten wurde.

Es ist für mich die einzige Möglichkeit, Logopädie weiterzuführen. Ich brauche das Training unbedingt, sonst würde meine Aussprache so bleiben oder sich verschlechtern. So viele Möglichkeiten zum Reden hab ich eben nicht.

Mittwoch, 14. August 2019

Atemhilfe

Ja. Ich lebe noch.
Und ich bin seit Monaten endlich fieberfrei.
Dank meines Hustenassistenten. Wie man vielleicht denkt, ist das kein Mensch, sondern eine Maschine.

Doch von Beginn an: Durch meine Erkrankung ist mein Zwerchfell doch ziemlich geschwächt. Dadurch fällt mir das Abhusten sehr schwer. Es sammelt sich Sekret in den Bronchien an, was verdickt und dadurch mein Körper natürlich versucht, dagegen anzukommen. Er reagiert mit Fieber, das häufig für 2-3 Tage andauert. Es bringt mir meinen ganzen Plan, sei es Sport oder Therapie, durcheinander.

Im vergangenen Februar hab ich ein Hilfsgerät bekommen, was mir das Abhusten EXTREM erleichtert. Seitdem bin ich endlich fieberfrei.

Und so funktioniert es:
Man muss für 2-3 Tage ins Krankenhaus einziehen. Dort wird alles geprüft: Sauerstoffsättigung, Puls, Blutbild ect. Dann wird das Gerät getestet und auf die Bedürfnisse des Probanden eingestellt. Zu Hause dann drückt man sich eine Atemmaske wie die eines Sauerstoffgerätes auf Nase und Mund.



Man schaltet das Gerät ein, klar. Das Gerät beginnt sein voreingestelltes Programm sobald man den ersten Einatemzug initiiert (beginnt).




Und dann pumpt das Gerät die Luft unter Vibration in die Bronchien. Auf dem gleichen Weg und auch vibrierend saugt es die Luft wieder heraus. Das macht das Gerät bei mir 5 Mal hintereinander, dann eine Pause und dann noch 4 Durchgänge.


Dafür braucht man keine halbe Stunde.

Der Effekt ist, dass man nach einer Weile, meist nach ein paar Stunden, das Sekret leichter aus dem Körper befördert bekommt.

Nur zu empfehlen!!!

Donnerstag, 6. September 2018

Die schönen Seiten des Sommers

Hallo, mich gibt`s auch noch!

Ich hab es vor der großen Hitzewelle des vergangenen Sommers tatsächlich geschafft, noch einmal schwimmen zu gehen. Zwar hatte ich Hilfe, aber ich war im Rüdersdorfer Kalksee baden. Ich zog einen Neopren-Anzug an, eine Schwimmweste um und ganz wichtig! eine Kappe auf den Kopf- das gehört bei mir dazu und muss sein. Es ist mein Markenzeichen; ohne geht nicht!
Mit einem Hebekran wurde ich dann ins Wasser gehoben und natürlich "aufgefangen". Dort zog mich mein Rudertrainer durch das Wasser, bespritzte mich und er versuchte mich zu kitzeln, was nicht gelang.

Im Juli und August hatte ich auch mal frei von allem- sprich richtig Urlaub. Ich habe aber bemerkt, es war jetzt genug.

Die Zeit habe ich generell zum Erholen genutzt, aber auch gebraucht. Einfach mal nichts tun.



Dann kam die große Überraschung zum Geburtstag. Ein Ausflug mit einem Trike, ein motorisiertes Dreirad. Dieses Dreirad hatte sogar einen Toyota-Motor mit 150PS. Mein "Schwager" hat mich mit dem Trike von zu Hause abgeholt, was ja nicht ganz einfach war, weil ich über den Stand auf die hintere Sitzbank musste. Zur Erklärung: Ich kann ja eigentlich gar nicht stehen, jedenfalls nicht von alleine. Mein Turner hat mir geholfen. Das gelang entspannt. Nun sausten wir davon. Es ging über Fürstenwalde nach Bad Saarow und dann nach Storkow. Insgesamt fuhren wir ca. 3 Stunden. Es war einfach so geil!


Donnerstag, 5. April 2018

Luft geholt

Moin!
Ja, mich gibt es noch!
Natürlich habe ich meine Therapien so gut es ging wahrgenommen, da ich, wie wahrscheinlich alle, ein bisschen durch die Grippewelle lahmgelegt war.

So doch nun wird es doch hoffentlich Frühling und ich kann endlich wieder aufs Wasser und rudern, denn das hat gefehlt.

In der Physiotherapie "läuft" es sich von Mal zu Mal besser. Ich kann mich mittlerweile ca. 25 Meter am Gehwagen mit leichter Hilfe vorwärts bewegen. Ab Mitte April kann ich endlich wieder am Roboter- Laufband laufen üben. ENDLICH!

Ich berichte dann! Tschö!

Donnerstag, 21. Dezember 2017

So- die Luft ist raus

Das Jahr war im Großen und Ganzen erfolgreich, aber auch kraftraubend. Heute ist noch einmal Therapie und Weihnachtsfeier im Ruderverein und dann bin ich weg.

Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest und nen jutn Rutsch in dit neue Jahr!
Tschöööhös.

Donnerstag, 23. November 2017

Zwischenbilanz

Erstmal Hallo!

Seit Anfang September bin ich ja nun schon einige Male mit dem Roboter "gelaufen" und ich muss sagen, es hat sich seitdem schon einiges verbessert.

Erstens die Ausdauer: Das heißt, ich laufe nicht nur ca. 10 Minuten am Stück, sondern jetzt schon 30 Minuten. Zwar nicht frei, aber mit Gurtsystem, also "aufgehangen" Egal- es ist und bleibt laufen auf dem Laufband!

Zweitens klappt die Gewichtsverlagerung jetzt auch schon ganz gut und zwar nicht nur am Roboter, sondern auch am Gehwagen.

Drittens: Die Beinkraft hat sich gesteigert. Man sieht es auch am Umfang der Waden.

Jetzt ist die Therapie leider erstmal unterbrochen, wegen eines Wasserschadens in der Praxis. Ich hoffe, es kann bald weitergehen.

Donnerstag, 28. September 2017

Laufen im Roboter

Endlich geht`s los. Heute zeige ich euch, was ich in Berlin so mache. Siehe Video!!!
Da könnt ihr sehen, wie ich eingespannt in den Roborter meine Laufversuche unternehme. Mein Therapeut zwingt mich dabei, ordentlich die Füße zu heben und die Hüfte zu kreisen, was mir auch recht gut gelingt.
Dabei muss ich als Wii-Männchen versuchen, durch die Gewichtsverlagerung so gut zu laufen, dass ich gerade durch die Tür komme (Achtung Bildschirm). Dabei kann ich dann virtuelles Geld einsammeln. Bis jetzt habe ich das vier Mal gemacht und man merkt schon eine Verbesserung.

Wer sich dafür interessiert, kann sich Informationen unter folgender Web-Seite holen:
www.walk-again.de

Donnerstag, 7. September 2017

"Sommerende"

Der Sommer, der eigentlich nie da war, ist jetzt wirklich zu Ende. Trotzdem war einiges los.
Ich hatte mal wieder Geburtstag, oh Wunder- wie jedes Jahr-. Dann kam der Geburtstag meiner Mutter. Dann war noch eine Hochzeit.

Jetzt mal ein zaghafter Blick in die Zukunft:
Am kommenden Montag holt mich ein Fahrdienst ab und wir fahren nach Berlin in die Friedrichstraße. Dort gibt es eine Firma namens "Walk again". Da bekommt man eine Art Skelett umgeschnallt und wird dann in einen Laufroboter eingehangen. Dann steht man auf einem Laufband, das langsam in Bewegung gesetzt wird und man versucht dann, Schritte zu setzen. Ich muss dann versuchen die Schritte zu setzen mit Unterstützung durch den Roboter.

Ich war schon einmal zur Probe in dem Roboter und freue mich deshalb schon extrem drauf und werde euch darüber berichten, wie es läuft.😊😎

Donnerstag, 22. Juni 2017

Laufen?

Tach- ick bins !

Ich weiß, ich habe mich schon lange nicht mehr "blicken" lassen, aber ich hab da was in Planung. Das ist zwar schon erprobt, aber ausführlich berichten möchte ich erst ein wenig später. Nur so viel: Es geht endlich ums richtige Laufen.

Bleibt dran, bleibt gespannt. Bis bald!
Euer John

Donnerstag, 20. April 2017

Bin wieder da.2

Hallo erst einmal.
Ich war mal wieder im Krankenhaus- aber nichts Schlimmes, keine OP oder so, sondern "nur" ein Infekt. Aber seitdem hab ich leider mehr Hunger, sprich: Ich esse mehr! Das ist an sich ja nicht schlimm, nur kann ich mich als Ausgleich ja nicht genug bewegen, um wieder abzuspecken.

Allerdings gehe ja fast regelmäßig zum Rudersport und davon möchte ich heute ein bisschen berichten.

Letzten Donnerstag war ich endlich mal wieder mit dem Boot auf dem Wasser. Um ins Boot zu kommen, brauche ich leider noch Hilfe, das heißt: Zwei Leute müssen mich ins Boot heben. Dieses Boot ist natürlich ein bisschen breiter und hat jeweils an den Außenseiten zwei Schwimmer. Die sehen aus, wie große Bananen und sorgen dafür, dass das Boot nicht umkippt, denn mit dem Gleichgewicht hapert es noch etwas. Sie sind also zur Sicherheit da.

Dann sitze ich im Sitz 😊. Im Gegensatz zum richtigen Rudern ist mein Sitz fest montiert, ist höher und bewegt sich nicht, um die Beinaktivitäten auszuklammern. Das heißt ich bewege mich nur mit Hilfe der Armkraft.

Zu Beginn werde ich vom Steg weggestoßen und treibe ein Stück auf den See hinaus. Dann versuche ich, dieses riesen Boot zu manövrieren und nun kann man mit leichten Schlägen losfahren. Aber aufpassen auf die Freizeitkapitäne!
Neben mir her fährt immer ein Trainer mit dem Motorboot, falls doch mal was passiert, was eigentlich nicht möglich ist. Ich habe jedoch keine Angst vor dem Wasser. Ich liebe das Wasser.

Nach 30-60 Minuten muss ich dann leider aufs Festland, weil ich ja auch irgendwann wieder nach Hause muss.
Jedenfalls ist das total geil und muss man unbedingt mal ausprobieren. Macht einfach Spaß!
AHOI!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Wieder in Form (")

Tachchen, bin mal wieder da!

Ich bin ja mittlerweile seit Juli 2016 fast regelmäßig 1x pro Woche beim Rudertraining. Da wir ja gerade nicht Sommer haben, kann man sich vorstellen, dass dieses Training zur Zeit in der Turnhalle stattfindet. Dort gibt es Bälle ebenso wie Geräte. Man trainiert die Ausdauer, Kraft usw.
Ich arbeite aber noch an meiner Reaktion, d.h. ich versuch, den Ball, den mir ein Trainer zuwirft, nicht ins Gesicht zu bekommen. (kennen wir ja schon von der Ergotherapie)

Aber in dem Video, das ihr hier seht, trainiere ich meine Kraft, die man ja, wie jeder weiß, auch zum Rudern braucht.



Nach ca. einem halben Jahr kann man schon gewissen Verbesserungen feststellen:

1. Die Spastiken abwärts der Hüfte sind deutlich rückläufig, besonders in der Region der Blase, die jetzt endlich wieder aussieht, wie eine gesunde Blase= ballförmig (Ultraschall von vor 1 Woche) Vorher war sie konkav.

2. Haben meine Therapeuten durchweg festgestellt, dass meine komplette Verfassung sich gebessert hat.

3. Es macht ungemein Spaß!!!!!

Konsequenz: Ick bleibe dabei!😎😎😎😎😎😎😎



Donnerstag, 24. November 2016

Rückblick und Vorausblick

Ich habe eben in den Post "Prost Neujahr" reingeschaut und habe meine Ziele für 2016 kritisch betrachtet. Mein Erzählstil habe ich noch nicht geändert, das heißt ich bin dem Dadaismus verfallen!

Im Einzelnen:
Physiotherapie: Das freie Stehen haben wir erst einmal zurückgestellt, da ich noch mehr Kraft und Ausdauer brauche. Aber dafür kann ich mit Hilfe und Pausen ca. 20 Meter laufen.

Ergotherapie: Weil ich nicht im Verein Handball spiele, wurde der Ball erstmal verbannt und dafür mehr kognitiv am PC und mit Merkspielen gearbeitet.

Logopädie: Endlich habe ich meine Sprachtherapeutin beim quizzen vernichtend geschlagen und das mehrmals.

UND SONST NOCH: Nur mal kurz, ACC und rauchen habe ich beides reduziert, nicht aufgehört aber deutlich weniger.
Außerdem bin ich seit dem Sommer im Ruderverein (wie im Post berichtet). Ich bin noch mit Eifer dabei und merke, es tut mir einfach gut auch mal mit anderen Menschen zu sprechen und Sport zu treiben.

Für 2017 stecke ich mir lieber keine Ziele, sprich ich reiße meine Klappe nicht so auf.
Mist- meine Sprachtherapeutin zwingt mich!

Also gut!
Physio: Öfter stehen, nicht unbedingt länger.
Ergo: hier kann ich mir echt keine Ziele stecken- schauen wir mal was so kommt!
Logo: trainieren, dass man mich gleich beim ersten Mal versteht und nicht erst beim 2. oder 3. Mal
Und sonst: Beim rudern will ich endlich mal nicht im Schilf landen, sondern auf dem See bleiben

Und nun: Frohes Fest und Frohes Neues!!!!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Mein neuer Rollstuhl

Hallo, bin wieder da!
Es gibt was Neues:
Mein "Alter" war schon echt alt, morsch, abgenutzt, zerkratzt und einfach fertig.
Tja- wen meine ich nur?

Mein Rollstuhl!!!



Nun habe ich einen neuen Rollstuhl. Er ist leichter, schmaler und viel, viel wendiger. Er hat Wechselräder mit Hilfsmotor, um auch weitere Strecken zu bewältigen.

Um von meinem Zimmer ins Wohnzimmer oder Bad zu kommen, muss ich durch einen langen Flur, der ziemlich schmal ist und mit vielen Ecken, die mittlerweile alle rund sind, was zum gewissen Teil meine Schuld ist.

Ich hab einfach nicht genug aufgepasst, bin einfach nur gefahren. Ich bin halt überall angeeckt.

Mittlerweile passe ich mehr auf, aber mein neuer Rollstuhl ist auch schmaler. Jetzt habe ich nur öfter Schürfwunden an den Fingerknöcheln, weil ich gewohnt bin mit mehr Kraft zu fahren, denn mein vorheriger Rolli  war schwerer und ich hab mehr Kraft gebraucht, um vorwärts zu kommen.

Jetzt wende ich die gleiche Kraft auf, aber demzufolge bin ich schneller und das sieht man eben auch den Fingern an.

Sprich: Ich bleibe überall hängen und tue mir weh!!!! Ungeschicktes Fleisch muss halt weg.

Mittwoch, 7. September 2016

So- bin 30 ! :-(

Ich hatte 4 Wochen Urlaub- eindeutig zu viel!
Es war zwar schön, aber auch anstrengend, weil es 2 Geburtstage hintereinander gab.

Die Feier an meinem Geburtstag war abends, eigentlich eher ruhig, aber dennoch feuchtfröhlich. Schließlich bin ich 30 geworden und das kann man nicht ganz ignorieren, obwohl man möchte.

Die zweite Feier galt dann meiner Mutter, die hatte ein paar Tage später Geburtstag.

Jetzt haben die Therapien wieder begonnen und ab morgen geht es nun endlich auch mit dem Rudersport los!
Ich werde berichten!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Talent

Das war mal GEIL!
Ich war Tatsache mit einem Ruderboot auf einem See. Und so kam es:

Vor ein paar Wochen hat mir mein Ergotherapeut einen Flyer vom Ruderverein "Kalksee" in Rüdersdorf b. Berlin in die Hand gelegt. Und zwar ging es um "Para-Rudern"- sprich Rudern für Menschen mit Behinderungen, ob geistig oder körperlich, sogar Blinde fahren mit.

Ich bin am vergangenen Samstag einfach mal auf gut Glück hingefahren. Und was soll ich sagen- an diesem Tag waren sogar Talenttage, das heißt sowas wie ein Tag der offenen Tür. Veranstaltet hat das der Rüdersdorfer Ruderverein und der Behindertensportbund.

Ich bin mit meiner Familie hingefahren, ausgestiegen, bin den Berg zum Wasser runtergefahren und wurde sofort ganz herzlich begrüßt, als ob ich schon dazu gehöre. Dann habe ich mir erst einmal alles aus der Ferne angeschaut. Aber wirklich viel Zeit war nicht, weil mich gleich jemand an die "Hand" genommen hat, zum Steg führte und meinte: "Wenn ich schon mal hier bin, kann ich ja gleich mal ins Ruderboot steigen."

Schon saß ich drin und dachte, es wird wacklig. Mit diesem Boot kann man jedoch nicht umkippen, weil diese Boote links und rechts noch einen "Schwimmer" haben, die sehen aus wie kleine, längliche Bananen in weiß.

Und hier die Überraschung: Der RBB berichtete von MIR!!!!


Was soll ich sagen, es war aufregend und erstaunlich, dass ich das trotzdem schon wieder hin bekomme. Nach einer halben Stunde auf dem See war auch die Luft raus. Ich würde gerne in diesen Verein eintreten.


Donnerstag, 19. Mai 2016

Randnotiz

Kleine Randnotiz!

Übrigens auch kleine Pausen, sprich keine Therapien, können leider auch zu kleinen Rückschlägen führen. Diese sind aber meistens nicht gravierend. Es dauert auch meist nicht lange, bis man die "verlernten" Fähigkeiten wieder drauf hat.

Z.B. in der Sprachtherapie: Ich verschluck mehr Wörter und Endungen als üblich. Nur mal so als Info. Nicht aufgeben. Einfach weitermachen. Haben wir schnell wieder drin!

Donnerstag, 12. Mai 2016

Mein "Freund" der Tremor

Seitdem ich vermehrt stehe und laufe, meldet sich der Tremor im rechten Bein wieder öfter. Zur Erklärung, was der Tremor ist: Im Prinzip sind das unwillkürliche Muskelzuckungen, weil die Befehle vom Gehirn an die Muskeln nicht gezielt übertragen werden.
Das muss man sich so vorstellen, als ob das Bein einfach loslaufen will und nicht weiß wohin und dabei wie verrückt zuckt.
 Am Anfang hat das extrem weh getan aber mittlerweile merk ich es schon, wenn es beginnen will.

Anmerkung: Ich hätte jetzt gern noch weiter geschrieben, aber meine Sprachtherapeutin weigert sich, weitere Kommata zu setzen.

Dann muss ich das zitternde Bein einfach nur belasten, z.B. drauf stehen oder kräftig drauf drücken und warten, bis der Tremor aus dem Bein verschwindet. (schon wieder 2 Kommata!!!) 
Meistens passiert es beim Laufenüben. Mittlerweile merke ich, wenn er anfangen möchte und dann kann ich es gleich unterbinden. (hier sollte doch schon wieder ein Komma sein!! Nein!)

Und jetzt bin ich raus aus dem Gedankenfluss!
Und dann kann man ganz einfach weitergehen.

Dieser Tremor begleitet mich nun schon seit 11 Jahren und jetzt nervt er nur noch und schmerzt nicht mehr.



Donnerstag, 21. April 2016

Prothese- ich komme, juhu!

Tach!
Ich musste am Montag mal wieder zum Zahnarzt, weil mir am Freitag davor doch glatt ein Zahn abgebrochen ist. Der ist so bescheiden abgebrochen, dass man ihn nicht ziehen konnte, sondern der Zahnarzt musste ihn ausgraben.

Wir haben dann sofort angerufen und den Termin zur Entfernung gemacht.

Dass das mal passiert, war lange schon klar, denn durch mein GBS sind meine Zähne sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden. Grund dafür ist die lange Zeit der "nicht artgerechten" , sprich künstlichen Ernährung als ich die Kanüle hatte und Kosmonatennahrung direkt in den Magen bekam.

Es fehlt in dieser Zeit die natürliche Mundflora aus Säuren und Basen, Bonbons, Salat, Fleisch, Joghurt..., die nun mal für unseren doch recht agressiven Speichel wichtig sind. Dieser hat sonst zu wenig zu tun und greift leider dann die Zähne an, wie in meinem Fall.

An der Mundhygiene lag es jedenfalls nicht.

Dadurch entwickelte sich sehr starkes Karies, die sehr schwer in den Griff bekommen wurde.

Nun mit fast 30 musste ich mich damit anfreunden, dass ich irgendwann eine Komplettsanierung brauche, sprich Gebiss.

Als Tipp für alle, die längere Zeit Sondennahrung bekommen haben, achtet gut auf eure Zähne.

Aber irgendwann kommt der Tag, wo man halt nicht mehr drum herum kommt, sich auch mit solchen Themen auseinanderzusetzen.

Donnerstag, 7. April 2016

Tachchen

Nach langer, langer Zeit bin ich ich mal wieder hier und will ein bisschen berichten, wie es mir so ergangen ist.

Also erstmal war ich nach langer Zeit mal wieder so richtig erkältet mit Nasenlaufen, Husten, Schnupfen, Fieber und Bettruhe. Nun bin ich wieder on top!!

In der Sprachtherapie lerne ich gerade lesen und sprechen zu kombinieren, was noch nicht so ganz klappt. Das führt öfter zu heftigen Lachanfällen, weil da Wörter rauskommen, die so nicht gedacht sind.
Aber wie heißt es so schön: Übung macht den Meister! HAHA

In der Ergotherapie mach ich zur Zeit kognitive Therapie, das heißt ich spiele Memory, Zahlenfolgen- also alles für das Kurzzeitgedächtnis, was aber noch nie wirklich gut war.

In der Physiotherapie mach ich immer schön meine Laufübungen- und, was soll ich sagen, es wird besser, vor allem flüssiger.
Man kann schon langsam vom Laufen sprechen.

So, nun reicht es für heute. Bis demnächst.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Frohes Neues

Tach- erst einmal ein frohes neues Jahr.

Ich habe nicht wirklich gute Vorsätze im neuen Jahr, weil ich mich, genau wie viele andere, sowieso nicht dran halte. Ich mach weiter wie bisher und versuche, mich zu steigern, sei es in der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, was im Alltag schon ganz gut klappt.

Dennoch wage ich einen Blick ins kommende Jahr, was ich erreichen möchte:


  •  endlich mal wieder länger (nicht nur für einen Moment) frei stehen, ohne mich irgendwo festzuhalten


  •  ich möchte schneller reagieren können, zum Beispiel beim Handball und im Wissensquiz


  • ich will endlich mal meine Sprachtherapeutin im Quiz besiegen. Bis jetzt reicht es nur zum Patt und das reicht mir nicht. Es muss doch möglich sein, diese Frau mal zu besiegen!!!


  • ich will so wenig wie nötig ACC zu mir nehmen und so wenig wie möglich rauchen, was zur Zeit gut gelingt. Das ist aber wohl dem Winter geschuldet, weil im Haus rauchen, ist bei mir nicht drin. Das geht nicht, denn hier rennen öfter mal Kleinkinder herum, zwar nicht meine, aber die Nichten und Neffen.


  • noch ein Wort zum Stehpult: Ich stehe ohne Anstrengung eine halbe Stunde und mit Anstrengung 45 Minuten, auch nach der Physio, die auch an sich schon kräftezehrend ist. (nur mal so als Info) Das ist noch ausbaufähig.

Ich weiß- ein Eigenlob stinkt- aber ich bin`s halt. Ha, ha! :-)